Container Import

Der Warenimport Deutschlands, die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen von außerhalb des Landes, hat sich 1980 von 188 Milliarden US-Dollar bis 2007 auf 1058 Milliarden US-Dollar explosionsartig erhöht. Somit ist Deutschland global der zweitgrößte Importeur von Waren nach den USA, noch vor China, Japan und den Britischen Inseln. Der Container Import umfasst eine ungeheure Menge an Waren, die vor allem an den Seehäfen in den Inlandshandel übergeben werden. Städte wie Hamburg, Lübeck und Rostock leben vom Container Import. Hamburg ist mit einem Umschlagsvolumen von 9,89 Mio. Containern 2007 auf den 2. Platz der EU-Häfen gelandet. Speziell um die riesigen Containerschiffe zu be- und entladen gibt es hier Containerbrücken und Containerladeterminals, die die Schiffe ohne eigene technische Vorrichtungen bedienen. Die Beladung beziehungsweise Tonnage eines solchen Schiffes wird formal in TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit) berechnet. Inzwischen gibt es mehrere Formmasse für Containerschiffe. Natürlich werden die Maße immer größer, um gleichzeitig und kostengünstig größere Mengen zu transportieren.

Je nach Passung werden die Container mit sogenannten Twistlocks aufeinander verschraubt und fest gesichert. Die Typen der Import Container bestehen aus Kühlcontainern für verderbliche Ware, Tankcontainern für flüssige Stoffe, Autocontainern zum Transport von Fahrzeugen, Wohncontainern für die kurzfristige Unterbringung von Menschen und Containern, die für den Transport von lebenden Tieren bestimmt sind. Neunzig Prozent des Container Imports werden nach Deutschland auf dem Seeweg transportiert. Der restliche Anteil findet seinen Eingang in deutsche Gefilde über die Luftfracht in Transportflugzeugen, das Schienennetz der Bahn auf Eisenbahnwaggons und über die Grenzstraßen auf LKWs. Hiermit ist der Wasserweg das wichtigste Medium, um die Fracht nach Deutschland zu bringen. Mehrere Reedereien haben sich zusammen geschlossen, um die Infrastruktur effektiver und nicht zuletzt kostengünstiger nutzen zu können.

2005 war Deutschland sogar die größte Handelsnation in der EU, was sich aufgrund der aktuellen Finanzkrise vielleicht in Zukunft nicht verteidigen lässt. 2005 hat Deutschland Waren im Wert von 622,2 Milliarden Euro eingeführt. Speditionen leben vom Container Import, haben es seit den gestiegenen Ölpreisen jedoch nicht leicht, sich wettbewerbsfähig am Markt zu behaupten. Um trotz aller Einfuhren die heimische Produktion durch Container Importe nicht zu gefährden, gibt es in Deutschland und der EU ein Einfuhrkontingent, das Teil eines internationalen Handelsabkommens darstellt. Das heißt, es darf ins Land selbst nur eine gewisse Menge zum Beispiel an Milchprodukten aus dem Ausland eingeführt werden, um die heimischen Milchbauern nicht zu benachteiligen. Hier gilt es immer wieder ein sinnvolles Maß zu finden, was den Händlern in den letzten Jahren, bedenke man die "Butterberge" nicht immer gelungen ist. Zudem belegt die EU Waren mit Einfuhrzöllen und einer Einfuhrumsatzsteuer. Gefährdet wird der Container Import derzeit von außen durch die Piraterie (Horn von Afrika) und die weltweite Krise im Wirtschafts- und Finanzbereich.

Zuletzt aktualisiert am 2016-11-02 von Werner Hess.

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