Intermodalverkehr

Der Intermodalverkehr ist ein Transportvorgang der über mindestens zwei Transportwege abgewickelt wird. Das bedeutet, dass die zu transportierende Ware z.B. erst in einem LKW befördert wird und dann auf ein Schiff oder Eisenbahn umgelagert wird. In der Car Shipping werden die Transportpapiere so weitergegeben so dass der Spediteur oder Verkäufer gewährleisten kann, dass der Transport der Ware in einer Hand bleibt. Bei dem Intermodalverkehr wird auch die Variante gewählt das ein LKW auf ein Schiff geladen wird und so die Ware an den Empfänger transportiert.
Der Vorteil des Intermodalverkehrs ist, dass lange Umwege und Staus vermieden werden und somit Zeit vergeudet wird. Häufig wird der Intermodalverkehr über die Hauptstrecke mit dem Schiff erledigt und dann erst wird der Transport auf LKWs zurückgelegt.

Der Intermodalverkehr setzt sich wie folgt zusammen:
a) Transport von LKW zum Terminal
b) Ware wird umgeladen
c) Weitertransport mit Schiff oder Schienenverkehr
d) Ware wird im Zielterminal abgeladen
e) Per Lkw wird die Ware zum Empfänger gebracht
Dieser Vorgang wird auch andersrum ausgeführt z.B. wenn Ware direkt vom Schiff oder Schienenverkehr auf LKWs geladen wird.
Im Transportwesen wird dieser Ablauf mit:
" Vorlauf"
"Hauplauf"
"Nachlauf"
bezeichnet.
Eingesetzt wird der Intermodal Verkehr um die besten Verkehrsmöglichkeiten nutzen zu können.
Vorteilhaft ist wenn man große Entfernungen mit dem Schiff oder der Bahn bewältigt und dann die Straßen für die Kleinverteilung nutzt, dies hat den Vorteil das man mit dem Intermodalverkehr auch weitgelegene Länder beliefern kann.

In Deutschland hat der Intermodalverkehr auch die politische Förderung für sich entdeckt, da man überlastete Straßen vorbeugen kann, und die Umlagerung von Waren umweltschonender ist.
Da im Transportwesen bestimmte Bedingungen herrschen z.B. Sonntagsfahrverbot, erfolgt durch den Intermodalverkehr ein Zuschuss für die Umschlagsterminals durch die Regierung und der EU da diese nicht dem Sonntagsverbot unterliegen. Der Begriff Intermodalverkehr wurde zuerst in den 60 Jahren in den USA eingeführt, da dort zuerst mit der Umladung aus Container auf LKWs begonnen wurde.
Damals wurde festgestellt, dass ein LKW mit Direktverkehr viel Zeit und Geld in Anspruch nahm, und teilweise eine Umladung von Schiff auf LKW nicht unvermeidbar war, z.B. Ware aus China. Wie in allen Transportgeschäften sind hier auch Vor- und Nachteile zuerkennen, die Vorteile einer Schiffsbeförderung ist, dass es mehr an Ware aufnehmen kann da ein Schiff über mehr Kapazität verfügt als ein LKW. Der Energieverbrauch ist auch geringer, allerdings ist der Nachteil von Schiffstransport die langsame Geschwindigkeit.

Da hat der LKW-Transport den Vorteil, dass er flexibler ist und mehr Leistung besitzt, Nachteil ist, dass ein Lkw eben weniger Ware transportieren kann und relativ teuer ist. Die Eisenbahn hat im Intermodalverkehr zunehmend an Zustimmung gewonnen, obwohl auch hier Vor - und Nachteil sind, als Vorteil kann man nennen das die Bahn eine hohe Ladekapazität hat und die Energieersparnis auch von Vorteil ist. Allerdings verfügt die Bahn nicht über ein so dichtes Wegenetz wie bei der Straßenbeförderung. Das Flugzeug wird heutzutage häufig vorgezogen da es auf Langstrecken schnell ist, allerdings bietet das Flugzeug nicht viel Ladekapazität, als Nachteil zusehen sind die aufwendigen Kontrollen beim Flugtransport sowie der Energieverbrauch.

Zuletzt aktualisiert am 2016-11-02 von Werner Hess.

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